Unser Gehirn liebt Ordnung, selbst wenn wir eigentlich das Gegenteil erreichen wollen. Wenn wir versuchen, Wassertropfen ganz ohne Plan auf einem Blatt zu verteilen, funkt uns unser Unterbewusstsein dazwischen. Wir fangen ganz automatisch an zu sortieren: Wir achten darauf, dass die Abstände nicht zu groß werden und alles irgendwie harmonisch wirkt. Das Ergebnis ist dann zwar ein schönes Muster, aber es ist kein echter Zufall, sondern eine unbewusste Gleichmäßigkeit. Ganzen Artikel lesen…
Schlagwort: muster
Fingerloop: Eine traditionelle Flechttechnik und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten
Was ist Fingerloop?
Fingerloop, auf Deutsch oft als „Fingerschlaufenflechten“ bezeichnet, ist eine historische Handwerkstechnik, die vor allem in der mittelalterlichen Textilherstellung in Europa, insbesondere in England, ihren Höhepunkt erreichte. Dabei werden Schlaufen (auch „bowes“ genannt) aus Garn oder Faden um die Finger gelegt und durch geschickte Bewegungen der Hände miteinander verflochten, um dekorative oder funktionale Bänder zu erzeugen. Im Gegensatz zu modernen Flechtmethoden benötigt Fingerloop keine speziellen Werkzeuge wie Webrahmen, sondern nutzt die Finger selbst als Webgerüst. Die Technik erfordert Geschicklichkeit und etwas Übung, ist aber vergleichsweise einfach zu erlernen.
Die Grundlage des Fingerloop-Flechtens besteht darin, dass die Fäden in Schlaufen gelegt werden, die typischerweise an einem festen Punkt (z. B. einem Haken oder einem Möbelstück) befestigt sind. Die Finger greifen dann gezielt in die Schlaufen der gegenüberliegenden Hand, um sie zu verweben. Dabei entstehen Bänder mit unterschiedlichen Mustern und Strukturen, je nach Anzahl der verwendeten Schlaufen, Farben und Techniken. Einfache Muster können mit drei Schlaufen geflochten werden, während komplexere Muster bis zu sieben oder mehr Schlaufen erfordern.
Historischer Hintergrund
Fingerloop-Flechten war im Mittelalter weit verbreitet und wurde für die Herstellung von sogenannten „Nestelbändern“ genutzt. Diese Bänder dienten nicht nur dekorativen Zwecken, sondern hatten auch praktische Funktionen. Sie wurden beispielsweise verwendet, um Kleidungsstücke wie Beinlinge an die Brouche (eine Art Unterhose) zu schnüren, als Verschluss für Gewänder oder zur Befestigung von Taschen und Werkzeugen. Die Technik war besonders geschätzt, weil sie schnell und ohne aufwendige Ausrüstung durchgeführt werden konnte, was sie sowohl für den Alltag als auch für die Herstellung hochwertiger Textilien geeignet machte. Ganzen Artikel lesen…
Intarsienmuster

Die Intarsienmuster sind alle von mir erstellt und diese möchte ich euch zur Verfügung stellen.
Mit der Zeit werden einige Tipps und Tricks dazu kommen, bitte schaut öfter einmal hier herein, die Seite ist noch im Aufbau.
_________________________________________________
Habt ihr Lust auf etwas Theorie und Hintergrund wissen? Frei nach der Feuerzangenbowle: Da stelle mer uns mal janz dumm, und sagen: en Dampfmaschin´ iss ne große, runde, schwarze Raum. Und der große, runde, schwarze Raum der hat zwei Löcher.
Wir haben zwar keine Dampfmaschiene mit einem schwarzen Raum, sondern wir haben ein gestricktes Stück und das ist Uni und langweilig. Was tun? Wir machen ein Muster! Nun können wir Löcher mittels Umschläge hinein stricken oder eins von den tollen Rechts- Links- Muster (schaut mal hier: Mustersammlung). Oder… wir bringen Farbe ins Spiel. Was für Möglichkeiten haben wir da? Streifen, Farbverlauf… und Intarsien. Hier haben wir 2 oder mehr Farben. Fürs Erste konzentrieren wir uns auf 2 Farben. Dazu brauchen wir ein Muster, das einen bestimmten Rapport hat, sich also wiederholt.
Aus den Skandinavischen Ländern kennen wir die Fair Isle Muster in den tollen Pullovern. Das ist genauso wie unser Intarsien stricken, jedoch immer Runden und immer mit nur 2 Farben pro Reihe. Nach einem Mustersatz kommt das nächste Muster.
Tipps:
Beim Stricken haben wir nun also 2 anstatt nur 1 Faden um den Finger. Dafür gibt es Hilfen, z.B. einen Ring mit Fadenführung (Auf Amazon kaufen) damit wie nicht alle paar Maschen umgreifen müssen (die Fadenringe sind auch praktisch wenn wir keine Rille im Finger haben wollen. Das passiert ja ab und zu wenn man etwas festeres stricken oder häkeln möchte). Oder, man hat einen Faden auf der linken und einen auf der rechten Hand.
Wichtig ist, das man genau auf die Fadenspannung achtet. Ist er zu locker, gibt es kleine Löcher und es sieht unregelmäßig und unsauber aus. Ist der Faden zu stramm, wird das Gestrick zu eng und bekommt Hubbel.
________________________________________________
Alle Links sind Affiliate Links zu Amazon. Wenn ihr mich und diese Seite ein bisschen Unterstützen möchtet, klickt beim Einkauf auf diesen Button. Euch kostet es nicht mehr und ich bekomme ein bisschen Werbegeld.
Danke schön 🙂
_______________________________________________
Nun zu den Mustern. Sie sind in der Größe der Rapports sortiert. Rechts ist eine Übersicht wie die sie gestrickt aussehen und links der Rapport zum abzählen. Klickt einfach das Bild an, dann mit einem Rechtsklick und speichern unter… ist es auch schon auf eurem Rechner.
Wenn ihr eins dieser Muster benutzt, verlinkt mich doch bitte auf Instagram mit dem @wollopus. Ich würde mich sehr über Bilder freuen.
Häkelmuster

Zick Zack 1
Mustersammlung
Geplant ist, einmal die Woche ein Jahr lang zum WE ein neues Muster zu veröffentlichen. Und ich habe es geschafft! Wenn genug Muster zusammen sind, wird daraus etwas schönes zusammen gehäkelt. Je nachdem wie viele es werden, eine Decke, ein Tuch, eine Jacke, ein Poncho… es gibt viele Möglichkeiten.
Ich würde mich über Eure Bilder freuen, zeigt sie doch auf der Facebookseite: https://www.facebook.com/wollopus/
Oder Instagram: https://www.instagram.com/wollopus/
Die Grundanleitung gibt es hier, es ist immer in Reihen und Runden beschrieben.:



